DHS HERBSTSEMINAR 2007: Körper - Raum - Zeit

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(Impressionen eines Schlappohrs: Es fehlt jeglicher Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität)

von Dagmar Terporten, Brügge

Das HERBSTSEMINAR in Königswinter war anders und wieder eine wichtige und wohltuende Erfahrung. Die beiden Seminare, die ich in 2004 (Hedersleben) und 2005 (Königswinter) besucht hatte, haben meinen Kopf angesprochen und für mich erstaunliche Erkenntnisse bewirkt. Was hat Königswinter gebracht?

Die Leute

  • Ganz viele liebe Bekannte von der SHG Köln, von den Seminaren vorher, gegenseitige Freude, sich wiederzusehen
  • nette, aufgeschlossene neue Gesichter,
  • kurze, intensive Momente des Austauschs,
  • leider mit einigen kaum gesprochen, weil immer etwas los und die Zeit zu kurz war.
  • Nicht verstehen, nachfragen dürfen
  • In Ruhe gelassen werden
  • In den Arm genommen werden
  • Allein die TeilnehmerInnen sind es wert, zum Herbstseminar zu kommen.

Das Tagungshaus

Kannte es bereits und fühlte mich sofort wieder wie zu Hause. Zimmer, Essen, Personal, aber vor allen Dingen die traumhafte Lage direkt am Rhein – wunderbar.

Unsere Gebärden- und Schriftdolmetscher

Wenn ich Monika, Käthe und Martina sehe – egal ob auf dem Kirchentag in Köln oder auf dem Herbstseminar – geht es mir schon gut. Unsere beiden Gebärdendolmetscher strahlen Ruhe und Zuverlässigkeit aus. Na, und Monikas Kommentare, wenn sie Zeit hat, sie beim Schreiben einzufügen, sind einfach klasse und manchmal richtig schön frech... aber zutreffend. Wenn sie verschmitzt lächelnd in die Tastatur haut, merkt man gar nicht, welchen anstrengenden Job sie – natürlich ebenso wie Käthe und Martina – hat.

Das Wetter

Blauer Himmel, strahlende Sonne, angenehm warm – ich wusste schon gar nicht mehr, dass es so etwas gibt. Ich glaube, Sommerwetter nennt man das.

Der Lacher des Seminars

Gelacht wurde glücklicherweise viel und herzlich während der drei Tage.

Aber der Kracher war folgende Szene: Es wurde das Erlebnis eines Schlappohrs von einigen Teilnehmern „nachgebaut". Eine Verstorbene liegt – Schneewittchen gleich – auf dem Boden, die Augen geschlossen, die Hände gefaltet. Die Trauernden knien in einer Gruppe um sie herum, abseits eine trauernde Frau, ausgegrenzt von den Anderen. Der Theaterpädagoge hält abwechselnd den Personen das Mikro vor, damit sie ihre Gefühle kurz schildern. Zuletzt der lieben Verstorbenen. Da kam er aber schlecht an. „Ich bin am sterben." beschied sie kurz. – Na, das konnte man ja gut nachvollziehen, wer erzählt dann auch noch viel...

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