Neben den vielfältigen Angeboten der regionalen Selbsthilfegruppen bietet die Deutsche Hörbehinderten Selbsthilfe e. V. für betroffene Schwerhörige und Ertaubte sowie deren Angehörige alljährlich bundesweite Veranstaltungen an, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Hierfür stehen wir in Kontakt mit einer Vielzahl interessanter Referenten und Referentinnen.
Seminare für die aktive Selbsthilfe
Der Leitgedanke ist dabei immer die "Hilfe zur aktiven Selbsthilfe". Ob RUNDER TISCH SHG, FORTBILDUNGSSEMINAR (ehemals SRECHERSEMINAR) oder HERBSTSEMINAR – unsere Seminarangebote können unabhängig von einer Mitgliedschaft in Anspruch genommen werden. Für unsere Mitglieder gibt es allerdings attraktive Sonderpreise.
Um die Kosten für diese wichtige Selbsthilfe- und Multiplikatorenarbeit gering zu halten, bemüht sich die DHS in den letzten Jahren verstärkt und erfolgreich um öffentliche Fördermittel.
Details und Berichte zu den einzelnen Angeboten finden Sie unter den folgenden Links:
- RUNDER TISCH SHG
- FORTBILDUNGSSEMINAR (eh. SPRECHERSEMINAR)
- DHS HERBSTSEMINAR
- Lautsprache begleitende Gebärden (LBG Rhetorik)
Zusätzlich, allerdings nicht regelmäßig bieten wir (oft gemeinsam mit der Deutschen Tinnitusliga (DTL) das Seminar:
- Hör und Kommunikationstaktik für Schwerhörig (HuK)
- im Rahmen unserer Mittel und Ressourcen sind wir natürlich offen für neue Ideen
Haben Sie Interesse an unseren Veranstaltungen? Seminarausschreibungen des laufenden Jahres finden Sie unter: Aktuelles
Suchen Sie Referenten?
Möchten Sie selbst ein Seminar zu einem bestimmten Thema organisieren? Wir kennen sowohl namhafte Fachleute (Ärzte und Psychologen) wie auch engagierte Selbstbetroffene, die sich als Referenten für Veranstaltungen in einer SHG und auch für öffentliche Termine zur Verfügung stellen.
Bitte sprechen Sie bei Fragen hierzu am besten den DHS-Vorstand an.
- Details
In einer Selbsthilfegruppe (SHG) unterstützen sich Betroffene gegenseitig bei der Bewältigung einer Behinderung. Sie informieren und motivieren einander – und steigern damit nachhaltig ihre eigene Lebensqualität.
"Schon allein das Gefühl, dass ich in der Gruppe nichts erklären muss, weil hier alle ähnliche Erfahrungen haben, macht es mir ganz leicht, über meine Probleme zu reden. Ich bin viel aktiver geworden und kümmer mich jetzt besser um mich selbst. Heute weiß ich besser über meine Hörbehinderung Bescheid und kann in meiner Familie genau sagen, was ich brauche, um nicht "außen vor" zu sein.
(Aussage einer SHG-Teilnehmerin)
Mut schöpfen im geschützten Rahmen
Für die einzelnen Gruppenteilnehmer kann die Selbsthilfegruppe eine Art Schutzzone sein, in der sie sich und ihre Fähigkeiten erkennen und entwickeln können. Aus dieser sicheren Position heraus kann jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin lernen, mit mehr Selbstverständnis und Selbstvertrauen ein Leben MIT der Behinderung und nicht länger GEGEN sie zu führen.
Das gerade für die Hörbehinderung so typische Problem des Ausgegrenzt-Seins wird nachhaltig entschärft, wenn man mit Gleichbetroffenen zusammen ist: die Erfahrungen in dieser Gemeinschaft ermutigen dazu, auch im guthörenden Umfeld offen zu den eigenen Kommunikationsbedürfnissen zu stehen.
Praktische Lebenshilfe
Verständnis und Gelegenheit für offene Worte, vertrauensvolle Auseinandersetzung mit Problemen und Lösungsmöglichkeiten ohne Zeit- und Leistungsdruck: das alles ist praktische Lebenshilfe in einer SHG, die jeder erfahren kann, der sich einbringt.
Wenn Sie auch solche positiven Erfahrungen machen wollen, dann nehmen Sie doch Kontakt auf zu einer Gruppe unseres bundesweiten SHG-Netzes:
Aufbau einer eigenen Selbsthilfegruppe
Keine SHG in Ihrer Nähe? Wir helfen Ihnen gerne beim Aufbau einer Gruppe. Sprechen Sie uns an! Es ist viel einfacher als Sie denken, und am Ende profitieren Sie davon!!!
- Details
Nomen est omen – unser FORUM heißt nicht nur so, es ist auch ein Forum für Austausch von Wichtigem und Lehrreichem, von Witzigem und Nützlichem, von Brandheißem und Gerne-Erinnertem, kurz
von uns – über uns – an uns.
An FORUM arbeiten viele. Viele Mitglieder halten Augen und Ohren (!) offen für Dinge, die um sie herum passieren und die sie für berichtenswert halten. Und sie greifen selbst zur FEDER und erzählen Geschichten und berichten über Erfahrungen.
In FORUM werden Termine und Veranstaltungen angekündigt, und für die, die nicht dabei sein konnten, gibt es eine "Nachlese" und Bilder zu Seminaren, Wandertagen und Unternehmungen von Selbsthilfegruppen vor Ort und privaten Initiativen ...
Übef das FORUM bleiben wir untereinander in Kontakt – von Nord bis Süd und von West bis Ost:
2 x im Jahr - knallgelb - randvoll
Regelmäßige Rubriken im Forum umfassen
- Berichte aus dem Vorstand
- Aktivitäten der DHS (Rück- und Vorschau)
- Scheinwerfer (Blick auf besondere Themen)
- Erlebtes
- Aus den Selbsthilfegruppen
- Aus den Reha-Einrichtungen
- Praktisches
- Verschiedenes
- Adressen und Formulare
Kostprobe gefällig?
Hier gelangen Sie ins Archiv mit ausgewählten Artikeln aus den letzten Ausgaben...
Viel Spaß beim Schmökern!
Lust auf mehr? Möchten Sie das FORUM regelmäßig lesen? Nichts leichter als das: Der Bezug der Mitgliederzeitschrift ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.
1983 Erste Selbsthilfegruppen
Betroffene handeln in eigener Sache! Mit diesem Wahlspruch entstanden schon 1983 an verschiedenen Orten in Deutschland erste Selbsthilfegruppen von ehemaligen Teilnehmern der Rehabilitationen für Hörgeschädigte im Reha-Zentrum Rendsburg.
1987 Interessenvertretung ArGe
Als gemeinsame Plattform für den Kontakt untereinander und als Interessenvertretung nach außen wurde auf Initiative von Rudolf Rathke 1987 in Berlin die "Arbeitsgemeinschaft der Hörschädigten-Selbsthilfegruppen" (ArGe) gegründet. Anfangs dienten die jährlichen ArGe-Treffen mehr der Kontaktpflege und dem zwanglosen Informationsaustausch. Rasch wurde den Beteiligten aber klar, dass sie hier eine Bewegung in Gang gesetzt hatten, die breiten Zuspruch fand und für die sich ein ungeahntes Aufgabenfeld eröffnete.
Selbsthilfe für Hörgeschädigte in Familie und Beruf
Die ArGe suchte für ihre Mitglieder verstärkt fachliche Unterstützung für die Selbsthilfearbeit in den Bereichen Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Gruppenführung. Mit dem wieder gewonnenen Selbstbewusstsein wagten sich viele Teilnehmer auch an "heiße Eisen" und suchten nun in der Gemeinschaft mit anderen Betroffenen nach Lösungen für ihre psycho-sozialen Probleme als Hörgeschädigte in Familie und Beruf. Dies ist nun seit Jahren unser Arbeitsschwerpunkt beim inzwischen schon traditionellen DHS-HERBSTSEMINAR.
Totale Kommunikation
Das besondere an den Treffen und Seminaren der Anfangsjahre war, dass die ArGe die für die damaligen Verhältnisse sehr ungewöhnliche Form der "totalen Kommunikation" praktizierte, d.h. es wurden immer LBG-Dolmetscher, Hellschreiber und Funkanlagen bei den Veranstaltungen eingesetzt. Das Motto war und ist: Jeder soll jeden verstehen. Dass sich diese Praxis heute, 25 Jahre später, auf breiter Basis als Standard bei einer hörbehindertengerechten Veranstaltung durchgesetzt hat, geht – und das sagen wir mit einem gewissen Stolz – auch auf unsere "Gründerväter" zurück.
Mit dem Bekanntheitsgrad der ArGe und ihren erweiterten Angeboten kam der bis dahin lockere Zusammenschluss Gleichgesinnter fast zwangsläufig mit vereinspolitischen Dingen in Berührung, ohne die es leider auch im Bereich der Selbsthilfe nicht mehr geht – vor allem wenn es um die Beschaffung notwendiger Fördermittel zur Unterstützung unserer Arbeit geht.
1989 BFRH - Vereinsgründung
Um mehr Möglichkeiten auszuschöpfen entstand Ende der 1980er Jahre ein eingetragener Verein, der die Möglichkeiten hatte, Fördergelder zu beantragen und zu erhalten, der Bundesverband zur Förderung von Rehabilitation, Selbsthilfegruppen und Nachsorge Hörgeschädigter (BFRH), Rendsburg.
1997 Fusion zwischen BFRH und ArGe
Diese Form der Zusammenarbeit zwischen Verein und Arbeitsgemeinschaft erwies sich allerdings als viel komplizierter als ursprünglich gedacht. Schon nach wenigen Jahren, 1997, stimmten die Mitglieder beider Organisationen einer Fusion zu.
1999 DHS - Neugründung
Am 8. Oktober 1999 wurde in Königswinter ein neuer eigenständiger und eigenverantwortlicher Verein aus der Taufe gehoben, der sich in seiner Namensgebung eng an den Selbsthilfegedanken anlehnt. Der Name Deutsche Hörbehinderten Selbsthilfe e. V. (DHS) demonstriert deutlich den Schwerpunkt unserer Arbeit – die Selbsthilfe mit und für Hörbehinderte.
2004 - 2017: Die Selbsthilfe-Idee wächst immer weiter
In den letzten Jahren hat sich die DHS zunehmend zu einer bundesweit tätigen und bekannten Selbsthilfeorganisation entwickelt. Ihre Wurzeln liegen immer noch im klaren Bekenntnis zur aktiven und eigenverantwortlichen Selbsthilfe. Die neuen Medien werden seit 2004 über die eigene Webseite www.hoerbehindertenselbsthilfe.de und seit 2009 über unser PORTAL aktiv in unsere Arbeit einbezogen.
Im Jahr 2012 wurde das große Jubiläum, 25 Jahre ARGE – BFRH – DHS, im Rahmen des HERBSTSEMINARS in Rendsburg mit rund 130 Teilnehmern gefeiert. Hier finden Sie einen Bericht zum Jubiläumsseminar. Im Jahr 2017 begingen wir unser 30-jähriges Vereinsjubiläum während des HERBSTSEMINARs in Pforzheim. Die Vereinschronik wurde hierfür ergänzt und aktualisiert (Vereinschronik DHS 2017/PDF, 680 KB).
Heute: Eine starke Gemeinschaft
Und heute? Trotz der zum Teil großen Entfernungen zwischen den einzelnen Gruppen und Mitgliedern bestehen hier sehr enge Bindungen untereinander. Die DHS dürfen wir Ihnen somit als eine starke Gemeinschaft hörbehinderter Menschen vorstellen, wo die Freude am Austausch und am Ausprobieren der eigenen Möglichkeiten im besten Sinne ansteckend ist.
Die DHS ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V. sowie in der Initiative Hören.
Sie haben Fragen und wünschen detailliertere Informationen?
Hier finden Sie Kontaktdaten unserer Vorstandsmitglieder und hier Adressen von lokalen Selbsthilfegruppen.
Wir in der DHS: Kompetenz ehrenamtlich – ohne feste Sprechzeiten, aber mit großem Engagement!
Deutsche Hörbehinderten Selbsthilfe e.V.
Gemeinnützige Selbsthilfeorganisation für Schwerhörige & Ertaubte
- Details
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Mitglied werden
Sie hören schlecht, tragen ein oder zwei Hörgeräte oder CI? Sie suchen echten Austausch mit Gleichgesinnten? Es spricht vieles für eine Mitgliedschaft bei der DHS.
- Unter der Überschrift "Ich bin in der DHS, weil..." schreiben Mitglieder, was sie an der DHS besonders schätzen.
- Wir haben einige Artikel aus unserem Mitgliedermagazin "FORUM" online veröffentlicht, sie unterstreichen die Philosophie der DHS und geben Ihnen einen lebendigen Eindruck von unseren Veranstaltungen.
- Unter "Wir in der DHS" finden Sie weitere Informationen über die DHS-Angebote und die Vereinsorganisation.
- Über unsere Kontaktformulare können Sie uns direkt ansprechen.
- Mitglied werden ist ganz einfach, hier finden Sie nähere Informationen zur Mitgliedschaft und Antragsstellung.
Und wenn Sie Mitglied sind, können Sie sich natürlich sofort für die Austauschplattform DHS-Portal registrieren und Ihren persönlichen Zugang freischalten lassen. Das Portal ist ausschließlich für unsere Mitglieder zugänglich.