RUNDER TISCH 2005 - Die Frage nach dem Wie

Bericht aus FORUM 23 RUNDER TISCH SHG am 3. Juni 2005 in der Klinik "Am Stiftsberg" Bad Grönenbach

Am RUNDEN TISCH wurde das Thema "Ressourcen" innerhalb der Selbsthilfegruppe besprochen, damit Gruppenvertretern bei ihrem Engagement nicht die "Puste ausgeht". Außerdem tauschten sich die Teilnehmer über Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema "Hörbehinderung" aus.

 

Die Frage nach dem Wie

Selbsthilfegruppensprecher sitzen am runden Tisch

Als Team-Mitsprecherin der SHG Augsburg wurde ich von Renate Hirschler inspiriert, mich doch der DHS anzuschließen. Durch die Ausgabe vom FORUM, in dem so viel mit Schwung dargestellt wird, bin ich neugierig geworden und hatte mich entschlossen, am Sprecherseminar teilzunehmen. Um möglichst viel von der Arbeit der DHS zu erfahren, habe ich mich gleich am Freitag den 3.Juni in Bad Grönenbach am RUNDEN TISCH
beteiligt.

Man erkannte schon bei der Vorstellungsrunde, welches unsere Brennpunkte waren. Besonders wurde deutlich, dass nach langjähriger Führungsarbeit in einigen SHGs, trotz Spaß an der Arbeit, die Puste ausgeht. Es stellte sich heraus, dass man den Teilnehmern in der Gruppe nicht genügend Gelegenheit gibt, selbst bei organisatorischen Aktionen mitzuwirken.

Es ist auch klar, dass nicht von heute auf morgen eine Verantwortung übertragen werden kann.

Es ist aber möglich, durch das Kennenlernen miteinander, die Ressourcen der einzelnen Gruppenmitgliedern zu fördern, und diese durch entsprechendes Handeln, eine Verantwortung übernehmend, die Sicherheit der Gruppe nach außen hin wachsen zu lassen.

Dabei ist Offenheit richtig, mit Mut zur Selbstkritik das gegenseitige Vertrauen zu stärken. So wird man auch dem Sinn der Selbst-Hilfe-Gruppe gerecht: gegenseitiges Helfen, dabei das Selbstbewußtsein zu stärken, um in der Welt der Hörenden den Platz zu bekommen, der uns genauso gut zusteht wie den Hörenden.

Und da sind wir schon beim zweiten Thema - Öffentlichkeitsarbeit. Nur wenn eine Gruppe mit ihren Ressourcen stark genug ist, das heißt das Wissen über die Themen hat, mit denen Hörende wie Schwerhörige darauf aufmerksam gemacht werden sollten, daß Kommunikation in der Öffentlichkeit eben für alle möglich sein muss, kann sie auch an die Öffentlichkeit kommen.

Aber da ist die Frage nach dem WIE?

Seminarteilnehmer diskutieren am runden TischDie beste Möglichkeit ist nun mal die regionale Presse. Da bedarf es eben eines bestimmten Schreibstils, der einen gewissen Schwung in die Artikel einbringt und Neugierde wachsen lässt. Dazu wird zu einer anderen Zeit gerne von einer erfahrenen Referentin oder Referenten erwartet, Mitstreiter/innen einige Tipps zu geben. Ja, auch wie eine gute Verbindung zur Tagespresse aufgebaut wird.

Zu all den Themen ist es ganz wichtig, sich nicht nur mit negativen Vorkommnissen zu befassen, sondern erst recht Positives hervorzuheben und darauf aufmerksam machen, dass es nur in dieser Richtung vorwärts geht.

Mit den Worten von Jean Paul bedanke ich mich bei den Organisatoren der DHS für die gelungene Veranstaltung:

Heiterkeit und Frohsinn sind die Sonne, unter der alles gedeiht.

Bericht von Gundi Kurzmann-Schiller

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